Infrarot-Reflektometrie bei Kunstwerken

Kunsthistoriker, Museumskuratoren, Gutachter und Restauratoren nutzen das kurzwellige Infrarot (SWIR), um unter verdeckenden Schichten wie gealtertem Firnis, Farbe oder sogar Beschädigungen zu „sehen“ und so tiefer liegende Zeichnungen, Veränderungen, Signaturen und Datierungen zu identifizieren. Die längeren Wellenlängen dringen tiefer ein, da sie weniger gestreut werden als das von den sichtbaren Farben reflektierte Licht. Die Chemikalien in einigen Farbpigmenten und Lösungsmitteln können ebenfalls bestimmte Wellenlängen absorbieren und so einen spektralen Fingerabdruck hinterlassen, mit dessen Hilfe sich feststellen lässt, ob die Materialien der Epoche entsprechen, in der das Kunstwerk entstanden ist. Die darunter liegende Zeichnung, in der der Künstler seinen Entwurf für das Gemälde festgehalten haben könnte, wurde in der Regel mit dunklen Materialien gezeichnet, die bei den meisten Wellenlängen absorbierend und somit für die SWIR-Kamera sichtbar sind. Durch das Studium von mit Infrarotkameras erfassten Vorzeichnungen können Historiker die Techniken der Künstler erforschen, ihren sich entwickelnden Stil oder den Einsatz von Hilfsmitteln identifizieren und gefälschte Kunstwerke erkennen.

Der Schlüssel zur Untersuchung von Kunstwerken liegt in der Verwendung von Kameras, die eine hohe Auflösung für feine Details bieten und gleichzeitig in der Lage sind, große Teile des Kunstwerks zu erfassen. Das Objektiv wird so gewählt, dass es die schwachen Risse älterer Kunstwerke erkennt, während die Aufnahmeeinrichtung die Kamera oder das Kunstwerk so bewegt, dass diese feinen Details über das gesamte Kunstwerk aufgenommen werden können. Auf diese Weise werden sehr viele Bilder zu einem einzigen hochauflösenden Bild zusammengefügt. Neben einer gleichmäßigen Beleuchtung ist es wichtig, dass die Kamera einen hohen Dynamikbereich und eine hohe Linearität aufweist, um sicherzustellen, dass die benachbarten Bilder konsistent erfasst und nahtlos zusammengefügt werden. Unsere 1280SciCam mit Megapixelauflösung bietet eine hohe Empfindlichkeit und die Möglichkeit, bei schwächeren Lichtverhältnissen zu arbeiten, wenn die Kunstwerke durch übermäßiges Licht beschädigt werden könnten. Unsere MVCam ist klein und kompakt und ermöglicht ein bequemeres Scannen, wenn sie auf einem motorisierten Stativ oder einem Portal montiert ist, oder sie lässt sich bequem mitnehmen, wenn die Aufnahmeeinrichtung von Galerie zu Galerie transportiert wird.

Unsere Kameras können Ihnen helfen, unter Farbe zu schauen, um die Handschrift des Künstlers zu studieren oder die Echtheit des Kunstwerks zu überprüfen.